Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer

© ID1974 - Fotolia.com
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Wer ausländische Arbeitnehmer beschäftigen möchte, muss dementsprechende, gesetzliche Vorgaben zwingend beachten, da er sich sonst strafbar machen könnte. Dabei gibt es je nach Herkunft des potentiellen Arbeitnehmers unterschiedliche Vorgaben zu beachten. Für Bürger der Europäischen Union gelten ganz andere Gesetze als für Staatsbürger von Drittländern. Das betrifft sowohl aufenthaltsrechtliche Belange sowie auch die damit verbundene Arbeitserlaubnis, die Angehörige von Drittstaaten vorweisen müssen. Für die Erteilung der Erlaubnis, in Deutschland zu arbeiten, sind die Ausländerbehörden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zuständig.
Grundvoraussetzung ist ein gültiger Aufenthaltstitel für Angehörige von Drittstaaten, der zunächst befristet erteilt wird. Nach fünf Jahren kann dieser Titel auch unbefristet ausgestellt werden. Das betrifft in Deutschland ansässige Arbeitnehmer, aber daneben gibt es auch reine Arbeitsvisa. Dabei werden saisonale Arbeitskräfte im Ausland angeworben und sie dürfen sich für die Zeit ihrer Tätigkeit in Deutschland aufhalten.
Für EU-Bürger gelten ganz andere Vorschriften, denn sie haben viel mehr Rechte als Angehörige von Drittstaaten. Innerhalb der EU besteht ein soziales und arbeitsrechtliches Netz, das nicht nur für besondere Rechte im Bereich Arbeitsaufnahme, sondern auch beim Aufenthalt und der Krankenversicherung einräumt. EU-Bürger können das Recht auf Freizügigkeit und auf grundsätzliche Arbeitserlaubnis innerhalb ihrer Grenzen nutzen. Es gibt allerdings Sonderregelungen für neue Mitglieder, bei denen Übergangsfristen zu beachten sind. Diese können, je nachdem wie die Vereinbarungen lauten, bis zu mehreren Jahren dauern oder Testphasen können auch verlängert werden. Die EU sieht sich nicht an Versprechen gebunden, wenn neue Mitglieder bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen. Dann wirkt sich die Politik des Beitrittslandes auch direkt auf die geltende Gesetzeslage bezüglich der Arbeitserlaubnis innerhalb der EU aus.
Zusammenfassend könnte man sagen, dass es sehr große Unterschiede zwischen den geltenden Regelungen für Angehörige verschiedener Nationen bezüglich der Arbeitserlaubnis in Deutschland gibt.
Asylbewerber dürfen, wie in vielen anderen, europäischen Staaten ebenfalls, in Deutschland nicht arbeiten, solange ihr Verfahren schwebt. Erst in dem Moment, in dem abschließend über den Antrag entschieden wurde, wird gegebenenfalls eine Arbeitserlaubnis erteilt. Arbeitnehmer aus Drittländern müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen, um nicht nur einreisen zu dürfen, sondern auch um sich niederzulassen und zu arbeiten. Alles diese Schritte sind eng verknüpft. Der Aufenthaltstitel enthält auch immer die Information über die Erlaubnis der Erwerbstätigkeit und der Selbstständigkeit. EU-Bürger regeln ihre Angelegenheiten mit dem Meldeamt der Gemeinde, das einen eigenen Anlaufpunkt für EU-Bürger hat. Das EU-Gesetz ermöglicht es allen Bürgern von Vollmitgliedsstaaten, volle Freizügigkeit zu genießen und grundsätzlich in jedem Mitgliedsstaat arbeiten und wohnen zu dürfen.