Immer mehr Mädchen interessieren sich für technische Berufe

© Minerva Studio - Fotolia.com
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Mit dem ins Leben gerufenen Projekt „girls a tac“ versucht man nun jungen Frauen und Mädchen den gewerblich technischen Beruf näher zu bringen. Das Projekt wurde vom ABB Training Center initiiert und arbeitet mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen zusammen. Mit der Handwerkskammer wurde ein weiterer Partner gefunden, der sehr wohl ebenfalls das Projekt unterstützt. Die Partner von „girls a tac“ sind Botschafter mit abgeschlossenen gewerblich technischen Berufen, welche in einem derartigen Beruf tätig sind.

Geld im Männerberuf verdienen

Natürlich nehmen die Botschafter ihre Rolle ernst. Die jungen Frauen, welche die Ausbildungen bereits absolviert haben und im Berufsleben stehen, besuchen Schulen und halten Informationsveranstaltungen zu diesem Thema ab. Es ist wohl die eigene Erfahrung, die dafür sorgt, dass die jungen Frauen sich in die arbeitenden Mädchen reinversetzen können, welche im Männerberuf für Furore sorgen. Astrid Grosky ist eine der 27 Botschafter, welche für „girls a tac“ unterwegs ist und den gewerblich technischen Beruf präsentiert. Im ABB Training Center hat sie den Beruf des Werkzeugmachers erlernt. Auch wenn das Gerücht kursiert, dass Frauen und die Technik nicht zusammenpassen, so stimmt das nicht immer. Schon gar nicht bei Astrid Grosky, welche bewiesen hat, dass sich Frauen auch in der Männerwelt durchsetzen können. „Dumme Sprüche sind nicht entscheidend. Wichtig ist, was man leistet“.

In der Männerwelt bestehen

Fakt ist aber, dass sich Mädchen während der Berufsorientierung immer wieder gegen Männerberufe und deren Sparte stellen. Das liegt vor allem daran, dass junge Frauen nicht wissen, was sie in diesen Berufen machen müssen. Oftmals sind es Vorurteile, die dazu führen, dass der „Männerberuf“ gar nicht ernst bzw. wahrgenommen wird. Doch den „typisch männlichen“ Beruf gibt es heute nicht mehr. Heute kann jede Frau jeden Männerberuf ausüben. Vor allem wenn der demografische Wandel berücksichtigt wird, dass vor allem der Fachkräftemangel immer extremer wird, können sich Frauen mit einer „außergewöhnlichen“ Ausbildung sicher sein, relativ schnell in der gewerblich technischen Branche einen Job zu finden. Wer nämlich heute eine Ausbildung beginnt, sollte sich informieren, wie die Stellenplätze in einigen Jahren aussehen werden.