Unseriöse Jobangebote – wie erkennen?

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In Deutschland gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Portalen, um Jobs zu finden. Darunter zählen Zeitungsanzeigen aber auch Onlineanzeigen oder sogar Ausschreibungen in Kaufhäusern sowie direkter Onlinekontakt per E-Mail. Unseriöse Jobangebote sind dadurch zu erkennen, dass die Bezahlung relativ hoch erscheint und die vorher erlernte Bildung irrelevant ist. Der potenzielle Arbeitgeber möchte nicht wissen, wo man zuvor gearbeitet hat oder welche Ausbildung abgeschlossen wurde. Dies lockt Menschen an, die dringend eine Arbeit suchen, keine hohe Ausbildung aufweißen können und sich dadurch allgemein unterqualifiziert fühlen oder in Geldnot sind. Außerdem wird mit gutem Klima geworben und oftmals sogar flexible Arbeitszeiten angeboten. Erwähnt wird eine Weiterbildung oder direkte Übernahme in den Betrieb. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Erotikgeschäft oder Unternehmen im Bereich des Telefonservice sowie Schneeballsysteme und Flyerverteilung bzw. das Anlocken von Kunden, die ein Abo unwissentlich abschließen. Diese Arbeitgeber handeln nur teilweise im gesetzlichen Rahmen, beispielsweise wäre das Verschweigen eines Abos verboten. Oftmals wird man auf der Straße angesprochen und soll seine Adresse angeben. Kurze Zeit später gibt es einen Anruf, warum nicht gezahlt wurde und dass das Abo deaktiviert wird, sofern eine Gebühr gezahlt wird. Natürlich ist diese Masche haltlos und hat vor Gericht keine Chance. Die Tücken für den Arbeitnehmer sind daher nicht nur die unseriösen Jobs an sich, sondern die Arbeitsbedingungen und vor allem die persönliche Moral. Problematisch kann es werden, wenn der Lohn nicht ausgezahlt oder erst gar kein richtiger Vertrag vorgelegt wird. Um in der eigenen Not nicht ausgenutzt zu werden, empfiehlt es sich, die Arbeit nicht anzunehmen, sofern sie unseriös wirkt. Hierbei hilft gezieltes Nachfragen, wenn die Arbeitgeber merken, dass der Arbeitnehmer skeptisch in Erscheinung tritt, melden sie sich oftmals von selbst nicht mehr.