Employer Branding – Stellenanzeigen wirkungsvoll schalten

© mindscanner - Fotolia.com
© mindscanner – Fotolia.com

Employer Branding kann als neue Strategie der Arbeitgebermarkenbildung aufgefasst werden, insbesondere wenn es um die Frage der wirkungsvollen Gestaltung von Stellenanzeigen geht. Mit Employer Branding wird das Marketing auch bei der Stellenbesetzung umgesetzt. Insgesamt soll dafür gesorgt werden, dass Unternehmen bei potentiellen Bewerbern gut angenommen werden.

Die neue Idee der Arbeitgebermarkenbildung reflektiert den Trend, dass es immer schwieriger wird, für anspruchsvolle Aufgaben im Unternehmen geeignete Mitarbeiter zu finden. Das Ziel der neuen Marketingstrategie ist die Schaffung und Weiterverbreitung des Unternehmens als gute Arbeitgebermarke.

Employer Branding: Ursprünge und Beispiele

Erstmals Mitte der 1990er-Jahre wurde der Begriff im englischen Sprachraum verwendet, um die Marketingbemühungen der Unternehmen im Bereich der Personalbeschaffung zu kennzeichnen. Ein Unternehmen möchte bei potentiellen Bewerbern als gute Marke bekannt und anerkannt werden. Dafür müssen nicht nur im Marketing sondern auch beim tatsächlichen Verhalten neue Maßstäbe umgesetzt werden. Ein Unternehmen ist dann anerkannt bei potentiellen Bewerbern, wenn nachvollziehbar wird, dass es auch für die bestehenden Arbeitsplätze etwas zu bieten hat. Die Arbeitgebermarke korrespondiert auch sehr gut mit dem Arbeitgeberimage, wenn erkennbar wird, dass der Arbeitgeber viel dafür tut, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen wohl fühlen können. Beispiele für Kampagnen mit der neuen Zielsetzung finden sich bei der Lufthansa und weiteren international aufgestellten Unternehmen wie Continental. Es wurden gezielt Kampagnen entwickelt und Botschaften formuliert, die aufzeigen wollten, dass das Unternehmen als Arbeitgeber für Bewerber interessant ist.

Hintergründe zum Employer Branding

Seit den 1990er-Jahren ist erkennbar, dass gut ausgebildete Fachkräfte knapp werden. Die Ansprüche an die Stelleninhaber im Unternehmen sind gestiegen, der Bedarf an Fachkräften mit wissenschaftlicher Ausbildung steigt stärker als die Anzahl der Bewerber, die eine entsprechende Qualifikation vorweisen können. Durch die Arbeitgebermarke versprechen sich Unternehmen Vorteile bei der Gewinnung von neuen Arbeitskräften. Doch die Arbeitgebermarke wirkt über die Personalbeschaffung hinaus. Es soll auch erreicht werden, dass die schon eingestellten Mitarbeiter besser motiviert werden, für das Unternehmen Höchstleistungen zu erbringen. Dies wird man nicht allein mit Marketingmaßnahmen sicherstellen können. Das Unternehmen muss auch etwas für seine Mitarbeiter tun. So haben viele Unternehmen erkannt, dass sie durch bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten mehr Bindung bei weiblichen Führungskräften erreichen können. Die Schwierigkeit einer erfolgreichen Arbeitgebermarke liegt also darin, dass nicht nur potentielle Mitarbeiter überzeugt werden müssen, dass das Unternehmen mitarbeiterfreundlich aufgestellt ist. Das wird dann nicht einfach, wenn man gegenüber den Aktionären mit Kosteneffizienz und Personalabbau wirbt.