Wenn die Motivation im Studium nachlässt

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com
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Motivationsprobleme zählen zu den gefürchteten Begleiterscheinungen des Studiums. Zumeist sind sie situationsgebunden und von kurzer Dauer. Wenn die Betroffenen jedoch über einen längeren Zeitraum Schwierigkeiten haben, die alltäglichen Anforderungen zu bewältigen, kann dies weitreichende Folgen haben. In der Regel lassen sich die anstehenden Aufgaben jedoch mit Hilfe einiger weniger Strategien leicht bewältigen.

Mögliche Ursachen für den fehlenden Antrieb

Um einen realistischen Eindruck von dem Ernst der Lage zu bekommen, lohnt es sich, nach den eventuellen Auslösern des temporären Desinteresses zu suchen. Schließlich ist das Studium richtungsweisend für die eigene Zukunft und sollte daher vornehmlich aus Lernstoff bestehen, welcher einen persönlich begeistert. Kurze Flauten sind oftmals auf schlechte Noten, Erschöpfung und allgemeine Überforderung zurückzuführen. Auch das soziale Umfeld kann hier eine Rolle spielen. Wer beispielsweise an seiner Fakultät noch keinen Anschluss gefunden hat oder mit den Dozenten nicht klar kommt, neigt schnell dazu, diese Stimmungsdämpfer gleich auf das ganze Studium zu projizieren. Auch wenn man sich selbst zu viel zumutet, indem man beispielsweise die Anzahl an wöchentlichen Seminaren zu hoch ansetzt oder durch einen Nebenjob doppelt belastet ist, dann sind Einbußen in puncto Enthusiasmus und Lerneifer leicht nachvollziehbar.
Befindet man sich über einen längeren Zeitraum in diesem Zustand und kann seinem Studium gar nichts Positives mehr abgewinnen, so sollte man noch einmal in sich gehen und sich die Beweggründe für die Wahl dieser Fachrichtung in Erinnerung rufen. Möglicherweise haben sich die eigenen Interessen geändert oder das Studium entspricht in keiner Weise den eigenen Erwartungen.

Tipps und Tricks zum konstruktiven Umgang mit Motivationsmangel

Bevor man jedoch drastische Schritte in Form eines Abbruchs oder Wechsels des Studiums einleitet, weil man sich offenbar für eine denkbar ungeeignete Fachrichtung entschieden hat, ist es empfehlenswert, weniger dramatische Maßnahmen zu ergreifen, um tatsächlich auf Nummer sicher zu gehen. Allen voran steht hier eine gesunde Lebensweise, welche Körper und Geist in Schwung bringt. Grundsätzlich setzt sich diese aus einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger körperlicher Bewegung im Idealfall an der frischen Luft sowie ausreichend Schlaf- und Entspannungsphasen zusammen. Wer aufgrund eines zu hohen Arbeitspensums kaum noch Energie für das Studium hat, muss sich nicht wundern, wenn es mit der Zeit zu Symptomen wie Lustlosigkeit und Apathie kommt. Da viele Motivationsprobleme oftmals mit der aufkommenden Frage nach dem Sinn und Zweck des jeweiligen Studiums verbunden sind, kann es zudem hilfreich sein, sich ganz konkrete Anwendungsbeispiele zu überlegen und diese möglichst umgehend zu realisieren. Ebenfalls bewährt hat sich die Teilnahme an Lerngruppen. Denn hier bewahrheitet sich die Weisheit, dass geteiltes Leid halbes Leid ist, einmal mehr und so kann man sich gegenseitig bei den Studienbemühungen unterstützen und über eventuelle Durststrecken hinweghelfen.
Besonders wichtig ist es jedoch, dass man angesichts all der Herausforderungen das eigene Ziel nicht aus den Augen verliert, indem man es beispielsweise mit Hilfe von Visualisierungsübungen immer wieder zum Leben erweckt.